Private und gewerbliche WLAN-Betreiber sind nach dem aktuellen Urteil des Bundesgerichtshofs verpflichtet, ihr Funknetz gegen Missbrauch zu schützen.

WLAN - WiFiDenn der BGH hat am Mittwoch, den 12. Mai entschieden, das WLAN-Betreibern eine Unterlassungsklage droht, wenn ihr Funknetz missbräuchlich verwendet wird, aber nicht gegen den Zugang unberechtigter Dritter abgesichert ist.
Wer seine Internet-Verbindung drahtlos betreibt, muss seinen Router absichern, andernfalls verstößt er gegen zumutbare Prüfungspflichten, gemäß Paragraph 1004 BGB als "Störer für Schutzrechtsverletzungen".
Ansonsten ist es möglich, dass Unbefugte über den Internet-Anschluss etwa Raubkopien auf einer Musik-Tauschbörse anbieten, wie im verhandelten Fall vor dem BGH. Auch persönliche Daten, Passwörter und E-Mails können WLAN-Störer entwenden.

Zwar können Inhaber nicht für Schadensersatz haftbar gemacht werden, aber es können Kosten durch Abmahngebühren entstehen.

Wie kann/muss ich denn mein WLAN schützen?

  1. Verschlüsselung
    Drei Verschlüsselungsstandards zur Sicherung des Funknetzes bieten sich an: WEP, WPA, WPA2. Der WEP-Standard gilt als unsicher und sollte deshalb nicht mehr verwendet werden. Am sichersten ist WPA2 - wer also einen Router sein Eigen nennt, der diesen Standard unterstützt, sollte gegeben falls die Verschlüsselungsmethode ändern.
  2. Standardpasswort ändern
    Dringend erforderlich ist auch eine Änderung des werkseitigen Standardpasswortes des Routers. Der BGH hatte in seinem Urteil darauf hingewiesen, dass das Standardpasswort keine ausreichende Sicherheit gewährleiste, denn die Standardpasswörter sind vielen Router-Bedienungsanleitungen zu entnehmen und somit leicht zu bekommen.

    Der BGH hat in seinem Urteil auch ein paar Worte zur Passwortstärke verloren. Demnach muss das Kennwort ausreichend lang und sicher sein. Passwörter aus drei Buchstaben dürften diesen Anforderungen nicht gerecht werden. Zu empfehlen ist eine Kombination aus Ziffern sowie Klein- und Großbuchstaben und eine Länge von mindestens acht Zeichen. Auf leicht zu erratende Begriffe im Passwort sollte verzichtet werden.
  3. SSID abschalten
    Sinnvoll ist auch die Sichtbarkeit des Funknetzes nach außen abzuschalten. Gäste, die per WLAN ins Internet wollen, muss die sogenannte SSID dann aber explizit mitgeteilt werden

Wie kann ich Überprüfen ob mein WLAN sicher ist?

Mit Ihrem Windows können Sie alle Einstellungen selbst überprüfen. Dies bedarf jedoch ein wenig Fachkenntnisse. Alternativ können Sie Ihr WLAN jedoch auch durch eine Fachfirma prüfen lassen, die dann gegebenenfalls die erforderlichen Einstellungen vornimmt.

Wir von der Magnum GmbH werden gerne Ihr WLAN überprüfen. Rufen Sie uns an oder senden uns eine Email mit Ihrer Anfrage.